Blog

Frühling 2025 - Das Aufwärmen

Frühling 2025 - Das Aufwärmen

Nach einem gefühlt endlosen Winter kam endlich der März. Die ersten etwas wärmeren Sonnenstrahlen haben mir direkt wieder Bock gemacht, rauszugehen und den Karpfen nachzustellen.

Für dieses Frühjahr hatte ich mir vorgenommen, den Großteil meiner Zeit an einem ziemlich großen Flussarm zu verbringen. Das Angeln dort ist allerdings nicht gerade easy:

Boote sind größtenteils verboten. Ohne Fahrrad oder langen Fußmarsch kommt man kaum an die interessanten Stellen

Die Fische dort sind extrem mobil – ein kleiner Wetterumschwung, und sie sind weg. Und ja… Zecken-Paradies. Keine Session ohne mindestens einen Biss.

Zwischen dem 10. und 20. März war ich viermal dort, immer an verschiedenen Bereichen. Ich habe jeweils rund zwei Kilo mit dem Wurfrohr 24 Stunden vorher vorgefüttert und die Nächte auf einer ISO-Matte verbracht – die Liege war mit dem Fahrrad einfach nicht drin.

Gefangen habe ich jedes Mal nur kleine Schuppis zwischen 2 und 5 Kilo. Aber als ich nach dem fünften Versuch morgens im eiskalten Regen auf dem Boden wach wurde, war klar: Ich schlafe nicht im Zecken-Dschungel auf dem Boden, um 3-Kilo-Fische zu fangen.

Es war einfach nicht die richtige Zeit dort.

Parallel dazu war ich öfter mit der Fliege unterwegs – Saisonende für Forellen mitgenommen.

 

Es war fast Ende März und ich hatte weder eine gemütliche Nacht am Wasser noch einen wirklich guten Fisch gefangen. Also suchte ich mir etwas Entspannteres. Zuerst dachte ich an einen kleinen Schifffahrtskanal – war dreimal dort spazieren, aber… nichts fühlte sich richtig an. Zu früh im Jahr. Also schaute ich mir einen kleinen, hübschen Fluss an.

Beim ersten Abendrundgang sah ich ordentlich Weißfischaktivität – und sogar einen kleinen Karpfen rollen. Das hat gereicht um mich zu motivieren. Dort konnte ich entspannt mit dem Trolley meine Liege mitnehmen – und vielleicht einen schönen Fisch fangen. Ich fütterte einmal rund 3 kg, 24 Stunden vorher. Als ich am späten Nachmittag ankam, schien zwar die Sonne – aber ein kalter Nordwind erinnerte mich daran, dass es immer noch März war.

Nach nur einer halben Stunde kam der erste Biss. Beim Drill dachte ich erst an eine Barbe. Aber kurz vor dem Kescher tauchte ein richtig kompakter, schön beschuppter Spiegel auf. Jackpot.

 

Die Nacht blieb ruhig. Aber im ersten Licht kam noch ein hübscher Schuppi dazu.

Endlich – eine richtig schöne Session.

 


April – Neustart am  Fluss ARM 

Mitte April wurde es endlich milder, nach einer langen kalten Regenphase, die überhaupt nicht motiviert hat. Es war Zeit, an den Altarm zurückzukehren. Mit der Sonne sammelten sich die Fische in einem flachen Bereich. Dort wollte ich sie abfangen.

 Ich hatte inzwischen in einen Fahrradanhänger investiert. Endlich konnte ich die Liege mitnehmen und mir das Leben im Zeckenland etwas gemütlicher machen. Ich fütterte diesmal nicht vor – Plan: Pop-Ups direkt da wo ich die Fische vermutete. Ich kam noch im Dunkeln an den Spot, nach einem guten Stück Fahrrad durch Zeckenterritorium. Ich wollte 1 Tag, 1 Nacht und nochmal den nächsten Tag dort bleiben.

Fische zeigten sich immer wieder – aber lange passierte nichts. Erst in der Morgendämmerung ging die erste Rute ab. Und während des Drills lief die zweite direkt hinterher.

Kurz Chaos – aber beide Fische lagen im Netz. Zwei richtig schöne Spiegler aber keine Riesen. Perfekt im ersten Licht fotografiert.

Der Rest des Tages blieb ruhig.

 

Eine Woche später war ich nochmal zwei Nächte dort. Ich fing einige Fische – aber noch nicht den, der die Motivation richtig zum Überkochen bringt. 

Jetzt wird erstmal das Fliegenfisch-Zeug für einen Trip nach Bulgarien gepackt. Wenn ich zurück bin, geht die Suche nach DEM Frühlingsfisch weiter.

 

Dejar un comentario

Todos los comentarios se revisan antes de su publicación.

Este sitio está protegido por hCaptcha y se aplican la Política de privacidad de hCaptcha y los Términos del servicio.

Puede que te interese

Zwölf Monate Karpfenangeln: April, April